Ursprung des Tai Chi

Es gibt im Tai Chi wie in der Malerei verschiedene Stile, die so wenig gemeinsam haben wie ein Ölgemälde mit einem Aquarell.

Sein Ursprung ist ca. 2000 Jahre alt und geht zurück auf einen taoistischen Mönch namens Chan San Feng. Er entwickelte aus den Beobachtungen eines Kampfes zwischen Kranich und Schlange die ersten Grundtechniken des Tai Chi.

Aus diesen Grundtechniken ist im Laufe der Jahrhunderte die Tai Chi Form entstanden, die sich in unterschiedlichen Regionen Chinas und in den unterschiedlichen Schulen unabhängig voneinander weiterentwickelt hat.

Die heutigen Stile sind Familien-Traditionen, der Yang-Stil ist einer der bekanntesten – nicht nur in China.

Der Yang-Stil

Der Yang-Stil wurde von Yang Lu Chan vor ca. 200 Jahren gegründet, der mit seinen außerordentlichen Fähigkeiten zur Legende wurde. Er beherrschte den Einsatz von Chi Energie so vollkommen, dass er einen Angreifer ohne äußerlich erkennbare Bewegung und unverletzt von seinem Körper abprallen lassen konnte. Man nannte ihn Yang, der nicht kämpft. Diese Fertigkeit wurde nur an einen sehr engen Kreis von Schülern weitergegeben und ansonsten geheim gehalten.

Wissend um den großen Wert des Tai Chi für das körperliche und geistige Wohlbefinden begann der Enkel des Yang Lu Chan, namens Yang Chen Fu, Anfang des letzten Jahrhunderts öffentlich zu unterrichten. Unterstützt von dessen Nachfolger und Linienhalter Meister Yang Shou Chung schließlich begann auch der Unterricht über Chinas Grenzen hinaus.

Erster Vertreter der ITCCA in Europa ist Meister King Hung Chu.